Wettbewerb Patzschkeareal, Coburg


Das Patzschkeareal in Coburg besteht aus einer Villa mit drei, teils denkmalgeschützten Hallenanbauten, die einst eine Druckerei bildeten. Bei dem Realisierungswettbewerb, der auch einen städtebaulichen Ideenteil beinhaltete, lag unser Schwerpunkt u. a. auf der Wiederherstellung der ursprünglichen Gestalt von Villa und Anbauten durch den Rückbau der neuzeitlichen dritten Halle sowie deren Eingliederung in den öffentlichen Raum.
Die städtebauliche Neuordnung des umliegenden Stadtraums und die Umgestaltung des Patzschkeareals zielten darauf ab, den städtebaulichen Kontext der Villa zu stärken und die Bereiche Bahnhofstraße sowie Feldstraße aufzuwerten. Im Ideenteil wird eine klare Zonierung angestrebt, die sich aus schlüssig herausgeformten Quartiersbildungen ergibt. Der neue Busbahnhof sowie der Park & Ride-Platz werden in einen Grünfilter verlegt, der sich in der Achse des Bahnhofgebäudes aufspannt. Die städtebauliche Kante vis-à-vis des grünen Filters wird weitergeführt, indem das Gebiet um den ehemaligen Omnibusbahnhof mit einer neuen Wohnbebauung in Zeilenstruktur besetzt wird. Unser städtebauliches Konzept wurde mit dem 2. Platz belohnt.
Aufgabe des Realisierungswettbewerbs war es, Ausstellungs- und Verwaltungsräume für die Stadt Coburg und die VHS sowie Seminar- und Werkräume zur Nutzung durch die VHS zu schaffen. Zudem sollte ein Grenzinformationszentrum als Anlaufstelle für die in der Region befindlichen Besuchspunkte zum Thema der altdeutschen Grenze entstehen. Unser Entwurfskonzept zielte darauf ab, durch die Revitalisierung der denkmalgeschützten Hallen und durch einen neuen platzbildenden Anbau nahe der Villa den notwendigen Raum zu schaffen. Der neue Ausstellungskörper ist als Stahlbetonmassivbau mit Flachdach konzipiert. Bei der Gestaltung der Außenanlagen sahen wir vor, die Binder der alten Druckereihalle zu erhalten und das Gerüst als beranktes, grünes Dach für den zentralen Hofbereich zu nutzen, der von den zukünftigen Akteuren der kultur.werk.stadt multifunktional genutzt werden kann.


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