Neue Produktionshalle für die Fa. Stettler Kunststofftechnik GmbH & Co. KG


Der Automobilzulieferer Stettler Kunststofftechnik GmbH & Co. KG plant mit uns die Erweiterung des bestehenden Produktionsbereichs. Der bisherige „gläserne“ Baukörper der Produktion wird um ca. 45 Meter fortgesetzt. Im Übergangsbereich zwischen bestehender Produktion und der Erweiterung entsteht gemäß Industriebaurichtlinie ein notwendiger Brandabschnitt mittels einer Stahlbetontrennwand aus Sichtbeton. Diese Zäsur wird als Baukörperfuge gestaltet, die das bestehende Achsraster aufgreift und in der Tiefe genau eine Feldbreite beansprucht. Das auch in der Ansicht der Fassade spürbare Raster wird somit fortgesetzt.Die Baufuge wird außerdem mit Funktionen für den betrieblichen Ablauf belegt: Im Erdgeschoss entstehen Durchgangsschleusen, die einen voneinander getrennten und somit sicheren Durchgang für Personen-und Staplerverkehr zwischen den Nutzungseinheiten ermöglichen. Zusätzliche Schnelllauftore ermöglichen die Abschottung von Zugerscheinungen während der Öffnung der Halle bei der Verladung. Innerhalb der Schleusen befinden sich im Brandfall selbst-schließende Brandschutztüren.
Im Obergeschoss entsteht durch die hülsenartige Schleusenfunktion eine „Brücke“, die als Fußwegverbindung vom Personalparkplatz zu den im Südwesten liegenden Verwaltungsbereichen des OG dient. Diese Verbindung erfolgt im Norden über eine innerhalb der Fuge liegenden Außentreppe. Das Personal kreuzt somit nur noch in wenigen Fällen die Produktion, die Anforderungen an die Technische Sauberkeit können gewährleistet werden. Im ersten Bauabschnitt dient die Erweiterung der Lagerung. Im südwestlichen Teil der Erweiterung befinden sich die gepl. Nacharbeit, ein Fluchttreppenhaus, Sanitärräume und technische Lagerflächen. Eine Schleuse am Ende der geplanten Halle dient als zugfreie Anbindung an den gepl. Verladebereich im Osten.
Geplant ist in einem weiteren 2. Bauabschnitt der Neubau einer Logistikhalle. Die geplante Halle wird über dem Niveau der bestehenden Produktionshalle in den Wiesenhang eingebunden. Die teils aus Bauabschnitt I vorhandene schwarzgefärbte Betonstützwand der nord-östlichen Verladezone setzt sich als östlicher und südlicher Gebäudeabschluss der Logistikhalle fort. Der Einschnitt der Baukörper in das Gelände wird durch diese Wandführung besonders betont und führt zu einem spannenden Übergang zwischen natürlicher Topographie und Industriebauwerk.

 

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